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20 JAHRE VOLLER ABENTEUR
Teil I: Die Entstehung
Ein interregionales Projekt, das von Anfang an funktioniert hat
Im Jahr 2005 stellte Isabelle Binggeli, Programmleiterin der RSR (heute RTS, damals noch vor der Konvergenz von Radio und Fernsehen) und in jenem Jahr Präsidentin der Konferenz der dritten Programme (CIC3), den Radiostationen ein Budget zur Verfügung, um ein Projekt zu lancieren, das junge Menschen ansprechen und zusammenbringen sollte.
Doch was könnte junge Menschen aus der sprachlich und kulturell so vielfältigen Schweiz miteinander verbinden?
Die Antwort lag auf der Hand: Musik, die eigentliche Landessprache der Schweiz.
Ursprünglich war mx3 als Schaufenster für die Schweizer Künstlerinnen, Künstler und Songs gedacht, die von der SRG SSR ausgestrahlt wurden. Unter dem Einfluss der visionären Köpfe von Electron Libre entwickelte sich die Plattform jedoch rasch zu einer offenen User-Generated-Content-Plattform für alle.
Nachdem man sich intensiv den Kopf über einen Namen zerbrochen hatte, der in allen vier Landessprachen funktionieren und gleichzeitig DRS 3, Couleur3, Rete Tre, Radio Rumantsch und Virus gefallen sollte, öffnete die Plattform am 30. August 2006 ihre digitalen Tore für Registrierungen. Unterstützt wurde der Start durch intensive Promotion auf allen fünf Sendern.
Innerhalb der ersten zwei Tage meldeten sich bereits fast 1’000 Künstlerinnen und Künstler an, obwohl der Server aufgrund der enormen Nachfrage mehrfach an seine Grenzen kam.
Als die Plattform am 15. September offiziell für die Öffentlichkeit freigeschaltet wurde, präsentierten bereits 3’000 Bands stolz ihre Profile. Playlists wurden erstellt, Nachrichten ausgetauscht und die Plattform entwickelte sich sofort zum Erfolg. Sie erfüllte ein offensichtliches Bedürfnis: sichtbar zu sein, wahrgenommen zu werden und vor allem gehört zu werden.

Teil II: Eine Plattform zum Entdecken, die letztlich den Austausch zwischen den Regionen förderte
Auf mx3 präsent zu sein bedeutete vor allem eines: von einem Radiosender entdeckt werden zu können.
Man lud Songs hoch, veröffentlichte die schönsten Fotos und manchmal sogar Videos und hoffte darauf, von einer Musikredaktion wahrgenommen zu werden.
Unsere Vorstellung war, dass die Radios neue, grossartige Bands entdecken würden, die sie bisher noch nicht kannten. Das ist bis heute der Fall.
Was wir allerdings nicht vorhergesehen hatten, war etwas anderes:
Künstlerinnen und Künstler, die bereits in ihrer eigenen Region regelmässig im Radio gespielt wurden, konnten plötzlich von den Sendern der anderen Sprachregionen entdeckt und ebenfalls ausgestrahlt werden.
Genau das geschah mit dem Song The Secret of the Zombies von Kid Chocolat. Nachdem der Titel bereits auf Couleur3 erfolgreich war, wurde er innerhalb weniger Wochen von praktisch allen anderen Sendern übernommen.
The Secret of the Zombies wurde am 30. August 2006 hochgeladen, am allerersten Tag der Registrierungen, und entwickelte sich innerhalb weniger Wochen zu einem regelrechten nationalen Schatz.
Anfang 2007 waren bereits über 4’000 Bands auf der Plattform registriert.
Damals befanden wir uns noch im Zeitalter der CDs. Deshalb veröffentlichten wir eine erste mx3-Compilation mit 15 Songs, drei Beiträge pro Sender. Und beim Artwork hatten wir jede Menge Spass.
mx3 Compilation #1 – erschienen am 15. September 2007
Dank einer dieser rund 1’000 CDs, die auf den Schreibtischen von Musikredaktionen landeten, wurde Valeska von SRF 3 entdeckt. Die Schweizerin, die damals in Hamburg lebte, sang davon, «as cool as Berlin» sein zu wollen.
Valeska Steiner spielte später für mx3 in Montreux und wurde schliesslich als eine Hälfte des international erfolgreichen Duos BOY bekannt.
Keine sechs Monate nach dem Start verzeichnete mx3 bereits seinen 10’000. Song.
Innerhalb weniger Monate war mx3 zur wichtigsten Schweizer Musikplattform geworden.
2007 gewann mx3 gleich zwei Auszeichnungen bei den Best of Swiss Web Awards, gefolgt von einem weiteren Preis beim Prix Europa 2008.
Es war die grosse Zeit des Web 2.0. Man musste kein Webmaster mehr sein, um Inhalte online zu veröffentlichen. Jede und jeder konnte selbst Audio- und Videodateien hochladen. In dieser kreativen und noch etwas naiven Aufbruchsstimmung experimentierten alle mit neuen Ideen und Benutzeroberflächen, vor allem auf Basis der damals führenden Flash-Technologie.
Wir entwickelten den mxCube, eine kompakte Darstellung aller Informationen einer Band in Form eines virtuellen Würfels mit unendlich vielen Seiten. Rückblickend nahm dieses Konzept bereits die Scroll- und Swipe-Gesten moderner Smartphones vorweg.
Als Apple 2008 den App Store lancierte, veröffentlichten wir die erste Schweizer Musik-App überhaupt. Sie gehörte lange zu den meistgeladenen Anwendungen des Landes. Viele Bands machten sie sogar zu ihrer offiziellen App für ihre Fans.
Und wir hatten noch lange nicht genug.
2008 erschien eine neue Version der Website. Gleichzeitig entstand dank des Internets eine völlig neue Form der Interaktion zwischen Publikum und Radio.
Zusammen mit DRS Virus lancierte mx3 im selben Jahr mx3 Linear. Damit konnte jede und jeder nachts zum Live-DJ auf Virus werden. Später wurde das Konzept rund um die Uhr auf Backstage Radio angeboten und lebt bis heute auf Radio4TNG weiter.
Teil III: Startup-Modus
Stolz auf die zahlreichen Innovationen und beeindruckenden Nutzungszahlen schlug die SRG SSR Dominik Born und Samuel Vuillermoz vor, das Projekt auszugliedern und als eigenständiges Unternehmen weiterzuführen. So entstand die mxlab AG, eine Aktiengesellschaft mit Beteiligungen von Telvetia AG (SRG SSR), SUISA und Swissperform.
Damit begann ein neues Abenteuer in der Welt der Privatwirtschaft. Doch Dominik und Samuel hatten bereits mehrere Produkte entwickelt, die sie Medienhäusern anbieten konnten, welche ihre Präsenz im Internet ausbauen wollten. Und an Ideen mangelte es ihnen ohnehin nicht.
«Gerade einmal zwei Jahre alt und schon auf eigenen Beinen», hiess es im Pressecommuniqué vom Februar 2009.
Zu diesen Ideen gehörte unter anderem Music Kombat, zunächst für DRS Virus und später für den finnischen Radiosender Yle X entwickelt. Dabei traten zwei Songs in einem regelrechten Duell gegeneinander an. Die Hörerinnen und Hörer konnten auf der Website des Senders abstimmen und ihren virtuellen Sumo-Kämpfer dazu bringen, dem Gegner eine Ohrfeige zu verpassen. Der Titel mit den meisten Stimmen gewann und wurde im Radio gespielt.
*Der Name brachte uns allerdings kleinere Probleme mit Warner Brothers ein, weshalb wir das Format später in Music Fight umbenannten.
Ein weiteres Projekt war mx3.fm, das 2010 als personalisiertes Radio-on-Demand-Konzept an den Start ging.
2009 war ebenfalls das Geburtsjahr von VxM. Nach dem Erfolg von mx3 wollten mehrere SRG-Sender und Musikwelle eine eigene Plattform für Volks- und traditionelle Musik schaffen. Wenig später folgte auch der Bayerische Rundfunk mit seiner Volksmusikplattform.
Im Jahr 2010 brachte mx3 die Schweizer Acts Tim and Puma Mimi, Round Table Knights und Larytta zum legendären europäischen Elektrofestival Sónar in Barcelona.
Gemeinsam mit SRF wurde ausserdem das Format 8×15 entwickelt: Acht Bands spielen jeweils fünfzehn Minuten, keine Sekunde länger, in einem Schweizer Konzertsaal. Zwischen November 2010 und Dezember 2019 wurden mehr als achtzehn Sessions in der Deutschschweiz und darüber hinaus aufgezeichnet.
mx3 knüpfte immer engere Verbindungen in Europa und machte schweizerische Künstlerinnen und Künstler international sichtbar.
2011 verliess Dominik das Unternehmen, blieb der SRG-Familie jedoch erhalten und wechselte zu tpc, dem Produktions- und Technologiedienstleister von SRF in Zürich.
Zur gleichen Zeit wollte SRF Zwei den Bands ermöglichen, ihre Musikvideos hochzuladen, damit diese in der Sendung Roboclip Musicnight (heute SRF Selection Musik) ausgestrahlt werden konnten. Aus diesem Anlass öffnete sich mx3 2012 für Videoinhalte und lancierte gleichzeitig die erste Werbekampagne, die vollständig von der mx3-Community entwickelt wurde.
Die ausgewählte TV-Kampagne stammte von zwei Studentinnen der Hochschule Luzern Design & Kunst: Jela Hasler (27) und Caroline Schöbi (22).
Teil IV: Bye Bye Flash – Long Live HTML5!
Das Web ist per Definition niemals fertig. Alles verändert sich ständig, und man muss sich laufend anpassen.
Mit dem Aufkommen von HTML5 als neuem Standard verabschiedete sich mx3 sowohl von seiner mobilen App als auch vom Flash-Player. Dies bot die Gelegenheit für einen umfassenden Relaunch im Jahr 2014, bedeutete aber auch eine Menge aufwändiger und manchmal recht mühsamer Entwicklungsarbeit.
Dabei gingen vorübergehend Funktionen verloren, deren Wiederaufbau in der neuen technischen Umgebung Monate oder sogar Jahre dauern sollte.
Das neue mx3-Design von 2014 für das HTML5-Zeitalter.
2015 beschlossen erste Radioprogramme, sich von VxM, der Plattform für Volksmusik, zurückzuziehen. Zusammen mit den strukturellen Veränderungen nach Dominiks Weggang markierte dies den Beginn einer finanziell schwierigen Phase.
VxM fand schliesslich ein neues Zuhause bei mx3 und wurde zu volksmusik.mx3.ch. Die Plattform profitierte dabei von der sogenannten Multi-Tenant-Architektur von mx3. Dadurch konnten mehrere Musikplattformen auf derselben technischen Basis betrieben und neue Projekte wesentlich effizienter umgesetzt werden, darunter auch die Plattform des Bayerischen Rundfunks.
Teil V: Zurück zu Mama!
Nach dem Auszug aus den Räumlichkeiten an der Bollwerkstrasse 11 in Bern und einem Zwischenjahr an der Giacomettistrasse in Ostermundigen wurde die mxlab AG Anfang 2017 liquidiert.
Das mx3-Team bestehend aus Matt, Dimiter und Samuel kehrte damit zurück ins Mutterhaus und wurde in die Musikabteilung von SRF an der Brunnenhofstrasse integriert.
Kein Grund, den Kopf hängen zu lassen. Im Gegenteil: Die Motivation war sofort wieder da.
Auf Initiative von SRF starteten wir zusammen mit Couleur3, Rete Tre, RTR sowie SRF 3 und Virus das Projekt „mx3 Alle für Einen“ (All for One).
Jeden Monat schlägt eine Sprachregion den anderen drei Regionen drei Songs vor. Ein Titel wird ausgewählt und anschliessend täglich auf allen vier Sendern gespielt. Für die Künstlerinnen und Künstler bedeutet das eine enorme nationale Sichtbarkeit und erhebliche Einnahmen aus Urheberrechten.
2018 wurde ein wichtiger Meilenstein erreicht: Die Genfer Künstlerin Danitsa, eine der „All for One“-Entdeckungen des Jahres, landete mit ihrem Song Captain einen sensationellen Erfolg. Innerhalb von nur einem Monat überschritt der Titel die Marke von 50’000 Streams auf mx3. Zum ersten Mal erreichte ein reiner Audiotrack eine solche Zahl und stellte damit einen bis dahin unerreichten Rekord auf.
Trotz eines kleinen Teams und dank eines umso grösseren Herzens blieb mx3 weiterhin innovativ und entwickelte zahlreiche Nebenprojekte, darunter:
- mx3.tv
- Swiss Music Selfie
- mx3 Tour de Suisse
- Radio Ad Sucks
- Sonic
Viele dieser Ideen entstanden im Rahmen von Hackdays der SRG SSR oder der RadioDays Europe.
mx3 blieb damit seinem ursprünglichen Geist treu: experimentieren, Neues wagen, Menschen verbinden und Schweizer Musik sichtbar machen.
Teil IV: Bye Bye Flash – Es lebe HTML5!
Das Web ist per Definition niemals fertig. Alles verändert sich, und man muss sich anpassen. Mit dem Aufkommen des neuen HTML5-Standards verabschiedet sich mx3 von seiner mobilen App und vom Flash-Player. Dies bietet die Gelegenheit für ein umfassendes Redesign im Jahr 2014 sowie für zahlreiche grosse, manchmal mühsame Entwicklungsarbeiten. Die Plattform verliert dabei einige Funktionen, die erst Monate oder sogar Jahre später in einer komplett neuen Technologie und Benutzeroberfläche wieder integriert werden können.
Das neue mx3-Design von 2014 auf HTML5-Basis
2015 beginnen die ersten Radioprogramme, sich von VxM (der Volksmusikplattform) zurückzuziehen. Damit verschärfen sich die finanziellen Schwierigkeiten, die bereits mit dem Weggang von Dominik im Jahr 2011 begonnen hatten. VxM findet schliesslich bei mx3 ein neues Zuhause und wird zu volksmusik.mx3.ch. Dank der Mandantenfähigkeit der Plattform können nun zahlreiche weitere Musikplattformen gehostet und aufgebaut werden, darunter auch jene des Bayerischen Rundfunks. Dieses Modell ermöglicht wichtige Skaleneffekte.
Presseinserat für mx3, illustriert von Louiza Becquelin (louiza.ch
Teil V: Back to Mama!
Nach dem Auszug aus der Bollwerkstrasse 11 in Bern und einem Zwischenjahr in den Büros an der Giacomettistrasse im Ostring wird die mxlab AG Anfang 2017 liquidiert. Das mx3-Team, bestehend aus Matt, Dimiter und Samuel, kehrt in das „Mutterhaus“ zurück und wird in die Musikabteilung von SRF am Standort Brunnenhofstrasse integriert.
Doch statt Trübsal zu blasen, schöpfen wir neue Energie. Auf Initiative von SRF lancieren wir gemeinsam mit Couleur3, Rete Tre, RTR sowie SRF 3 und Virus die Initiative „mx3 Alle für Einen“. Jeden Monat schlägt eine Sprachregion den drei anderen Redaktionen drei Songs vor. Der ausgewählte Titel wird anschliessend auf allen vier Sendern in täglicher Rotation ausgestrahlt. Das sorgt für enorme Aufmerksamkeit und bedeutende Urheberrechtseinnahmen für die Künstlerinnen und Künstler.
2018 erreichen wir einen wichtigen Meilenstein mit dem durchschlagenden Erfolg der Genfer Künstlerin Danitsa. Ihr Titel „Captain“, als Teil von All for One 2018, überschreitet innerhalb nur eines Monats die Marke von 50’000 Streams auf mx3. Eine Premiere für einen Audiotitel und ein bis dahin unerreichter Rekord.
Zur Playlist „mx3 Alle für Einen“: https://mx3.ch/p/1200GN
„Captain“ von Danitsa überschreitet 50’000 Streams auf mx3.
Trotz seines kleinen Teams und dank seines grossen Herzens bleibt mx3 innovativ und entwickelt zahlreiche Nebenprojekte wie mx3.tv, Swiss Music Selfie, mx3 Tour de Suisse, Radio Ad Sucks, Sonic und weitere. Viele dieser Ideen entstehen im Rahmen von Hackdays der SRG oder der Radiodays Europe.
Teil VI: Eine kleine Schwester
2018 beauftragen die Kulturprogramme SRF 2 Kultur, Espace 2, Rete Due und RTR mx3 mit der Entwicklung einer neuen Schwesterplattform für zeitgenössische Musik: neo.mx3. Nach einem Jahr Entwicklungsarbeit wird die Plattform am 21. Juni 2019, dem Tag der Musik, bei einer feierlichen Lancierung in Genf vorgestellt.
Zu diesem Anlass werden am RTS-Stand beim Musée d’Art et d’Histoire interaktive Terminals aufgestellt. Dort können Besucherinnen und Besucher die kleine Anwendung NeoFace ausprobieren:
„Sehe ich aus wie jemand, der zeitgenössische Musik hört?“ → Mach ein Selfie!
Das Design von neo.mx3 am 21. Juni 2019.
Das Team der Lancierung bei RTS und SRF: Mitsu, Gabrielle, Anne, Alexandre, Flavio, Matt, Dimiter, Samuel …
2019 markiert auch die Öffnung der mx3-Datenbank für private und nicht-kommerzielle Radiosender, die Schweizer Musik fördern möchten. Aus den anfänglich rund zehn Partnerstationen werden innerhalb von sieben Jahren 40 angeschlossene Radios, die gemeinsam über 15’000 Titel ON AIR bringen.
Teil VII: Eine nationale Plattform in Bewegung
Im Juni 2022 wechselt mx3 innerhalb der SRG in den Bereich Angebot und Entwicklung, um näher bei den anderen interregionalen Projekten angesiedelt zu sein. Das Team wird Teil von Angebot und Innovation (AuI).
Dadurch können wir vorübergehend zusätzliche Fachkräfte einstellen, um mx3 an die Anforderungen des modernen Webs anzupassen. Ziel ist eine vollständig modernisierte Version zum 18. Geburtstag der Plattform am 15. September 2024.
Dieses Projekt umfasst ein vollständiges Refactoring von mx3 sowie eine umfassende Modernisierung von Play Festas, der Plattform für die Musikfeste und Chöre Graubündens mit ihren Hunderten Stunden historischer Aufnahmen.
Bis 2025 arbeiten mit uns am Code Miri, Ahmed, Martin und Philippe, dazu der unermüdliche Raphaël für das Design sowie Florian für die Social-Media-Kommunikation.
Es sind intensive Jahre voller Begeisterung, aber auch voller Stress. Sogar Dimiter kommt zeitweise zurück, um mitzuhelfen. Nach zahllosen zusätzlichen Codezeilen und einem „Silent Launch“ im August verlassen sowohl Play Festas als auch mx3 erfolgreich ihr Entwicklungsstadium und finden grossen Anklang beim Publikum, nachdem natürlich noch einige Fehler behoben werden mussten.
mx3 heute: Version 4
Play Festas: eine farbenfrohe Auswahl aus dem klanglichen Kulturerbe von RTR.
Parallel dazu starten wir eine Videoreihe, die von allen vier Sprachregionen produziert wird, rund um den jährlich stattfindenden Musiktag, der jeweils Mitte September und damit nahezu zeitgleich mit dem Geburtstag von mx3 stattfindet.
Staffel 1 erscheint 2024, Staffel 2 folgt 2025.
Musiktag Video Series – Schweizer Bands interpretieren berühmte Schweizer Songs neu.
Teil VIII: Internationale Perspektiven
Das von mx3 geschaffene Modell und Ökosystem, sein Prinzip der gemeinsamen Nutzung von Ressourcen bei gleichzeitiger Achtung der redaktionellen Freiheit jeder Region sowie seine Technologie und Expertise haben die Plattform stets in Richtung ihrer europäischen Public-Service-Pendants geführt.
Bereits 2008, als Dominik und ich die Resultate dieser ursprünglich als sechswöchiger Test geplanten Plattform präsentierten, träumten wir von einem Netzwerk europäischer Radiosender, die lokale und aufstrebende Musiktalente fördern und gemeinsam einen grossen Austauschraum für Musik schaffen würden.
Dieser Traum beginnt 2026 Wirklichkeit zu werden. Beim Festival Eurosonic wird die Zusammenarbeit innerhalb der Gruppe EEME (European Emerging Music Exchange) offiziell vertieft, und mit europe.fm entsteht ein erster konkreter Eindruck davon, wie ein international geteiltes Musiknetzwerk aussehen könnte.
Wir sind stolz darauf, gemeinsam mit BBC Introducing, FM4, Val 202, Bayern 2, Rete Tre, P3, Radio Wave, Rás 2, Radio 100,7, RTS Couleur3, Raadio 2 und mx3 eine Bewegung aufgebaut zu haben, die heute 12 Radiosender aus 11 Ländern umfasst.
Nächster Halt: Reeperbahn Festival in Hamburg, wo neue spannende Musikentdeckungen aus ganz Europa vorgestellt und schon bald über unsere Sender geteilt werden.
Teil IX und Schlusswort: Ein Gemeinschaftsprojekt und ein Teamerfolg seit 20 Jahren
NICHTS DAVON WÄRE OHNE EUCH MÖGLICH GEWESEN.
Seit der ersten Idee war mx3 immer ein Gemeinschaftsprojekt. Ich könnte niemals sagen:
„Ich habe mx3 allein erschaffen.“
Sondern vielmehr:
„Ich habe mx3 gemeinsam erschaffen.“
Mit Dominik Born, Daniel Schneider, Robert Ruckstuhl, Jachen Prevost, Mark Chouadra, Raphaël Briner, Marc Göring, Philippe Jayet, Sébastien Hugues, Julien Duseyaud, Matt Zschokke, Dimiter Petrov, Stephanie Eger, Onesia, Joséphine und vielen weiteren Menschen, die ich hier unmöglich alle nennen kann.
Dazu kommen Louiza mit ihren wunderbaren Illustrationen seit fast zwanzig Jahren, die Redaktionen aller beteiligten Radiosender, die mx3 unterstützt und mitgetragen haben, und vor allem die Schweizer Künstlerinnen und Künstler, die diese Plattform und unser musikalisches Kulturerbe lebendig, vielfältig und inspirierend machen.
Wenn ich überhaupt einen Verdienst beanspruchen darf, dann vielleicht nur diesen: durchzuhalten, wenn es darauf ankam.
Danke euch allen für dieses unglaubliche Abenteuer. Und das Abenteuer geht weiter!
Samuel
